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NEWSLETTER 2 * von Pastor Thomas Mozer * NEWSLETTER 2

Aktualisiert: Apr 9

Ihr Lieben,

seit gestern habe ich die Quarantäne hinter mir. Es geht mir gut und es sind keine Symtome auf Corona da. Danke für alle Gebete und anteilnehmenden Anrufe.

Die Krise beschäftigt uns gerade sehr. Auch im Blick auf unseren Glauben. Manche sagen: „Das hat Gott uns so geschickt, um uns zu strafen.“ So verstehe ich Gottes Handeln nicht. Ich sehe schon, dass wir Menschen häufig ernten, was wir gesät haben. Das sehe ich durchaus auch in dieser Krise. Jedoch hoffe ich, dass wir viel Achtsamkeit und Nächstenliebe daraus lernen werden; auch als gesamte Bundesrepublik. Dies steht allerdings noch bevor. Gewiss zeigt uns Gott, dass unser Machbarkeitswahn gesundheitlich und wirtschaftlich gefährlich ist. Das will ich als Gottes Hinweis durchaus festhalten. Auch bin ich über mich erschrocken, dass ich die „Influenza-Toten“ der letzen Jahre einfach unbeachtet hingenommen habe. Dabei waren es 25 000 Menschen bei der Grippewelle 2017-18. Manche sagen: „Die Reaktionen auf Covid 19 sind völlig überzogen und Angst gesteuert.“ Wer weiß. Aber ist es wichtig? So sorgsam miteinander umzugehen wie derzeit; aufs Ganze und doch auf den einzelnen bedacht zu sein, das üben wir doch gerade. Dass dies wirtschaftliche Konsequenzen hat, sehe ich deutlich. Doch da hoffe ich, dass wir ebenso zusammenstehen und anschließend solidarisch bleiben. In der Zeitung las ich: „Heute gibt man der Angst vor dem Virus eine allumfassende Macht.“ Ich will dies nicht tun. Aber ist Vorsicht schon Sünde? Oder in Ungewissheiten niemanden einer leichtfertigen Gefahr auszusetzen? Nur aus diesem Grund „fasten“ wir Kirche derzeit. Wir beten aber, ja, wir feiern und singen auch. Nicht mehr wie vorher – vorübergehend. Aber ich rufe Sie ganz deutlich zum Gebet auf, lesen Sie weiter unten.

Aber ich muss auch deutlich sagen, dass mir diese besondere Fastenzeit gut tut – neben allem Neuen und Sorgenbereitendem. Ich finde mehr Zeit zum Beten und lese mehr in der Bibel. Gerade studiere ich kapitelweise den Hebräerbrief. Mich fasziniert neu, wie Jesus als der vorgestellt wird, der für uns Menschen ganz und gar eintritt. Wie ein Hohepriester, vergleicht der Hebräerapostel. Das ist uns fremd. Aber dass einer ohne eigene Interessen – nur unsere Interessen eben sich zueigen macht – das kann ich denkerisch nachvollziehen, wenn auch nicht aus meiner Erfahrung. Und es rührt mich tief an. Diese Liebe, die Christus, die Gott für mich hat, für uns hat. Das ist eine wunderbare Geborgenheit. So leuchtet Christus als „Urheber der ewigen Seligkeit“ (Luther, Hebräer 5,9) ganz neu und besonders auf. Das macht mir viel Mut und Gelassenheit auch für diese Krisenzeit. Danke, lieber Vater dafür.

Bedarf an Mundschutz für den persönlichen Gebrauch Wer einen Mundschutz für seinen Gang zum Einkaufen oder zur Arbeit benötigt, darf es gerne Elke Rieg-Maier ( elke.rieg-maier@web.de ) oder Maria Mozer ( maria.mozer67@yahoo.de ) mitteilen. Sie nähen gerade solche aus Stoff: also zum mehrfachen Gebrauch, zum Auskochen und Bügeln, um diese steril zu machen.

Christliche Zeitschriften digital kostenlos lesen! Wenn Sie diesem Link http://www.pdf-abo.blessings4you.de/uw_07-2020_Gh7Uz5.pdf   folgen bzw in Ihrem Browser einkopieren, können Sie die „unterwegs“ – Ausgabe für Sonntag 29. März 2020 kostenlos lesen.

Der SCM-Verlag bietet Zeitschriften für (erstmal) 14 Tage kostenlos zum Lesen an. Das ist keine Abonnement-Offerte, sondern eine Hilfe in Corona-Zeit. Gehen Sie dazu auf www.bundes-verlag.net/digital . Dort erfahren Sie alles weitere.

Ich bin für Sie über Email, Whatsapp oder Mobiltelefon vorerst am besten zu erreichen. Bitte schreiben Sie mir, rufen mich an, wenn Sie ein helfendes Gespräch, das gemeinsame Gebet oder eine unterstützende Tat benötigen – egal, was es ist und Sie bekümmert. Nicht nur Sie macht die Situation fragend, auch andere und auch mich selbst. Ein Austausch tut oft gut.

Täglich bete ich um 12 Uhr für Sie, immer liegt die Gemeindeliste daneben. Ich bete für unsere Stadt, unser Land und denke besonders an Länder, denen ihre Armut andere Grenzen aufzeigt als hier in Deutschland. Besonders denke ich an diejenigen Personen, denen das Zu-Hause-bleiben-müssen oder auch das Zur-Arbeit-gehen-müssen Ängste bereitet. Ich bete für ein gutes Zusammenstehen angesichts der Krise. Es gibt Menschen, die stärker betroffen sind als andere; welche, bei denen es soziale und/oder wirtschaftliche Krisen nach sich zieht; welche, die psychisch schwerer damit umgehen als andere. Beten Sie mit mir, dass Menschen Gottes Nähe und Helfen erfahren.

An jedem Sonntag möchte ich morgens um 10 Uhr einen Kurzgottesdienst unserer Rundfunkmission www.radio-m.de anhören und feiern - am besten mit Ihnen zusammen.

Nicht jeder kann sich in diesen Tagen erheitern lassen. Manchen ist alles nur zu schwer. Dennoch ist für mich Hoffnung mit Lachen gepaart. Sich selber nicht ganz so wichtig zu nehmen, sich Gottes Fürsorge zu lassen, auch humorvoll mit Schwierigkeiten umzugehen, das ist für mich Glaube an Gottes Liebe und Güte. Deshalb habe ich mich entschlossen unter jeden newsletter in der Corona-Zeit eine amüsante Geschichte oder einen lustigen Witz zu posten.

Lassen Sie sich behüten.

Ihr Thomas Mozer

Der amüsante Schluss: Berlin (dpd): Der Ratsvorsitzende der Krankenhäuser in Deutschland sprach sich dafür aus, nicht lebenswichtige Operationen zu verschieben. Gerade würden gewaltige Anstrengungen für die Schaffung weiterer Intensivplätze unternommen. Er rät, Geburten, deren Termin zwischen 27. März und 31. Mai 2020 liegen, um 3 Monate zu verschieben. Dies setze die benötigten Kapazitäten frei. Kritik rührte sich vom Verband der Hebammen. Sie befürchten, von den dann anstehenden „Niederkünften“ regelrecht überschwemmt zu werden. Auch von den betroffenen Schwangeren werden Befürchtungen laut. Auftretende Ballonitis lässt besonders beim Bezahlen an Kassen in Supermärkte Schwierigkeiten erwarten und so werde die Bewegungsfreiheit der Schwangeren noch weiter einschränkt. Gesundheitsminister Jens Spahn – er hat selbst einen Hechelkurs erfolgreich absolviert – hat das Problem nun zur Chefsache erklärt. (Hauptstadtstudio, Mosche Thomae)

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